Am 23. Juni 2015 fand im Hof­saal der TH Wildau eine Kon­fe­renz des IWiT Netz­wer­kes mit dem Titel Effi­zi­en­ter Wirt­schafts­ver­kehr durch Ver­kehrs­in­for­ma­ti­on und Tele­ma­tik statt. The­men waren

  • Vor­stel­lung des Sta­tus Quo, der Ent­wick­lungs­per­spek­ti­ven von Ver­kehrs­in­for­ma­ti­ons­sys­te­men und Tele­ma­tik­an­wen­dun­gen im Wirt­schafts­ver­kehr in Bal­lungs­räu­men
  • Öffent­li­che Daten (Open Data) als Daten­grund­la­ge
  • Vor­stel­lung und Dis­kus­si­on von Pro­jekt­an­sät­zen und Bei­spie­len

Zur Ein­füh­rung stell­te IWiT Netz­werk­ma­na­ger Dr. Nor­bert Wagener, Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der WAGENER & HERBST Manage­ment Con­sul­tants GmbH aus Pots­dam, das IWiT Netz­werk dem anwe­sen­den Fach­pu­bli­kum vor und beton­te, dass IWiT für wei­te­re inter­es­sier­te Netz­werk­part­ner offen ist.

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IWiT Netz­werk­ma­na­ger Dr. Nor­bert Wagener, WAGENER & HERBST | Foto: Over­mann

Zur the­ma­ti­schen Ein­ord­nung des Nach­mit­tags gab Prof. Dr.-Ing. Her­bert Sonn­tag, Tech­ni­sche Hoch­schu­le Wildau, einen Über­blick mit dem The­ma Wirt­schafts­ver­kehr in Metro­pol­räu­men – Her­aus­for­de­run­gen und Lösungs­an­sät­ze. Sei­ner Ein­schät­zung nach wird sich die Urba­ne Logis­tik – nicht zu ver­wech­seln mit den auf Bün­de­lungs­an­sät­zen basie­ren­den und dar­an geschei­ter­ten City-Logis­tik­kon­zep­ten der Ver­gan­gen­heit – durch neue Ver­teil­kon­zep­te der Last Mile und die stär­ke­re Ver­net­zung von Manage­ment­sys­te­men und Daten­er­fas­sung durch Inte­gra­ti­on der Nut­zer stark ver­än­dern. Elek­to­mo­bi­li­tät und die zuneh­men­de Nut­zung auch dyna­mi­scher Ver­kehrs­da­ten über Smart­pho­ne-APPs sind dabei eben­falls Ent­wick­lungs­trei­ber.
Prof. Sonn­tag führ­te auch durch die Kon­fe­renz und mode­rier­te die Dis­kus­sio­nen.

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Mode­ra­tor Prof. Dr.-Ing. Her­bert Sonn­tag, TH Wildau | Foto: Over­mann

Anschlie­ßend stell­te Jörg Lan­ge, Amts­lei­ter der Ver­kehrs­len­kung Ber­lin, unter dem Titel Ver­kehrs­in­for­ma­tio­nen in Ber­lin: Wunsch und Wirk­lich­keit den Sta­tus in der Haupt­stadt dar. Es besteht in Ber­lin, wie in vie­len Groß­städ­ten, eine erheb­li­che Dif­fe­renz zwi­schen der Erwar­tungs­hal­tung der Stra­ßen­ver­kehrs­teil­neh­mer und der täg­lich erleb­ten Wirk­lich­keit. Dabei wur­de auch deut­lich, dass die teils wider­stre­ben­den Inter­es­sen­la­gen ver­schie­de­ner Akteu­re sich nicht immer zur Zufrie­den­heit aller auf­lö­sen las­sen. Herr Lan­ge beton­te den Open-Data Ansatz sowie den Trend zur Modu­la­ri­sie­rung und Ver­net­zung um die spe­zi­fi­schen Kom­pe­ten­zen sowohl der öffent­li­chen als auch der pri­va­ten Orga­ni­sa­tio­nen best­mög­lich zu nut­zen.

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Jörg Lan­ge, Ver­kehrs­len­kung Ber­lin | Foto: Over­mann

Rai­ner Paul­ke, Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der GIP Inge­nieu­re GmbH aus Herrn­burg, stell­te Open Street Map und sei­ne Com­mu­ni­ty – Eine Alter­na­ti­ve für Stra­ßen­net­ze und Geo­in­for­ma­tio­nen vor. Anhand anschau­li­cher Fall­bei­spie­le ver­deut­lich­te er die Vor­tei­le des Crowd­sour­cing-Ansat­zes der OSM Com­mu­ni­ty, einer gro­ßen Grup­pe Frei­wil­li­ger, die ‚on the ground‘ Geo­da­ten erhe­ben und damit eine hohe Prä­zi­si­on und Aktua­li­tät gewähr­leis­ten kön­nen.

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Rai­ner Paul­ke, GIP Inge­nieu­re | Foto: Over­mann

Anschlie­ßend gab Ralf Lipin­ski, Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der VIOM GmbH aus Ber­lin, einen Über­blick zum The­ma Geo­re­fe­ren­zie­rung und Net­ze. Nach einer tech­ni­schen Ein­füh­rung zur Bedeu­tung von Net­zen als Grund­la­ge für (auch inter­mo­da­les) Rou­ting stell­te er die IWiT Idee einer Plattform/Drehscheibe für Verkehrs(lage)daten aus ver­schie­de­nen öffent­li­chen und pri­va­ten Quel­len vor. Im letz­ten Vor­trag des Nach­mit­tags wur­de dies dann ver­tieft.

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Ralf Lipin­ski, VIOM | Foto: Over­mann

Lars Nenn­haus, Lei­ter Unter­neh­mens- / Hafen­ent­wick­lung der Duis­bur­ger Hafen AG, stell­te Ver­kehrs­lö­sun­gen und -kon­zep­te am Stand­ort Duis­bur­ger Hafen, dem größ­ten Bin­nen­ha­fen der Welt, vor. Obwohl dui­sport einen hohen Anteil an Bahn­trans­por­ten am Modal­split auf­weist, erzeu­gen die Ter­mi­nals und Logis­tik­area­le der Ansied­ler (log­ports) erheb­li­che LKW-Strö­me allei­ne auf Grund der Last Mile Ver­keh­re. Um das pro­gnos­ti­zier­te Wachs­tum auf nicht mehr erwei­ter­ba­rer Flä­che beherrsch­bar zu hal­ten, wer­den erheb­li­che Anstren­gun­gen unter­nom­men und inno­va­ti­ve Lösun­gen ein­ge­führt.

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Lars Nenn­haus, dui­sport | Foto: Over­mann

Zum Abschluss der Prä­sen­ta­ti­ons­rei­he gaben Kath­rin Kütt­ner-Lipin­ski, Geschäfts­füh­ren­de Gesell­schaf­te­rin der VIOM GmbH aus Ber­lin, und Tho­mas Hein, Soft­ware­ent­wick­ler bei InMe­dia­sP GmbH aus Hen­nigs­dorf, in einem leben­di­gen Fra­ge-Ant­wort-Dia­log einen Aus­blick auf die Visi­on und Ide­en des IWiT Netz­wer­kes. Ein Haupt­an­satz ist hier, eine Plat­form as a Ser­vice (PAAS) für KMU in Bal­lungs­räu­men zu ent­wi­ckeln.

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Kath­rin Kütt­ner-Lipin­ski, VIOM und Tho­mas Hein, InMe­dia­sP | Foto: Over­mann

Leb­haf­te Dis­kus­si­onrun­den been­de­ten jeweils die zwei Kon­fe­renz­pha­sen.

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Dis­kus­si­on wäh­rend der IWiT Kon­fe­renz | Foto: Over­mann

Die Kon­fe­renz klang mit einer Gele­gen­heit zum Net­wor­king und der Fort­set­zung der Dis­kus­sio­nen in klei­ne­ren Gesprächs­run­den aus.

Die Prä­sen­ta­tio­nen sind gesam­melt auf der Down­load Sei­te zu fin­den.

IWiT Kon­fe­renz: Effi­zi­en­ter Wirt­schafts­ver­kehr durch Ver­kehrs­in­for­ma­ti­on und Tele­ma­tik